Geld
devilamir
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Woher kommt diese Redensart? " Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank!" hier im Norddeutschen Raum wird sie oft gebraucht, aber ich bin noch nicht hinter das Geheimnis gekommen

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(12) Antworten
LemonNight

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigsessenzen/808288/

sinymaus

"Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank!": Was für ein Stoßseufzer! Und ein schönes Beispiel für die Freude des Volksmunds an der Ausschmückung und Abwandlung von Sprüchen dazu. Die meisten kennen die Wendung "Na dann, gute Nacht!", die bedeutet, dass etwas fehlgeschlagen ist, man eine Katastrophe erwartet oder eine eingetreten ist. Der freundliche Gruß vor dem Zubettgehen wird hier umgedeutet ins Schlimme, mit dem die Nacht ja auch sehr häufig verknüpft wird. Gleichzeitig bestimmte die Nacht bis zur Einführung der allgemeinen Beleuchtung das Ende fast jeder Tätigkeit. Man konnte also buchstäblich "nichts mehr machen". Gerade weil der Gruß aber so üblich war im Freundes- und Familienkreis, ergänzte man den Stoßseufzer gern mit einem Namen. Unter denen bot sich "Marie" an, weil sie die bedeutendste und volkstümlichste Schutzheilige war, die in zahllosen Stoßseufzern schon vorkam. Außerdem hießen Dienstmädchen in Theaterstücken geradezu notorisch Marie, was eine witzige Note hineinbringen konnte. Es gibt aber auch weitere Varianten wie "Gute Nacht, Johanna", "Gute Nacht, Alwine", "Gute Nacht, Matthes". Dem Volksmund war das immer noch nicht genug, und so fügte man der Feststellung, dass alles zu spät sei, noch eine Situation an, die für Verlust und Katastrophe stehen konnte: "das Geld liegt auf der Fensterbank". Der Witz besteht natürlich darin, dass dieser Ort für die Aufbewahrung der Ersparnisse der unsicherste überhaupt ist, mit dem sichersten aber, der Bank nämlich, ein Wortbestandteil gemeinsam hat. Auf der Fensterbank kriegt das Geld schnell Beine. Das Scherzhafte der Redensart nun nimmt der schlimmen Situation ihre Bedrohlichkeit und ihren Ernst. Dafür spricht auch, dass eine Cabaret-Formation sich "Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie" nennt. Eine ganz andere Deutung erreicht mich durch die Hörer Ulrich B. aus Kiel, Holger R. und Antje R. die die Wendung als Abschiedsgruß eines Mannes / Soldaten bewerten, der von einer Frau nach dem Beischlaf unter Hinweis auf das zurückgelassene Geld scheidet, was allerdings auch eine nachträgliche Interpretation sein könnte. Heiner R. aus Hamburg dagegen interpretiert "Marie" als "Geld" und das ganze als eine verdoppelnde Wendung, die sich auf verlorenes Geld beziehe. Es herrscht in diesem Punkt offenbar noch Forschungsbedarf. (quelle: Deutschlandradio Kultur)

Lukaz372

"Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank!": Was für ein Stoßseufzer! Und ein schönes Beispiel für die Freude des Volksmunds an der Ausschmückung und Abwandlung von Sprüchen dazu. Die meisten kennen die Wendung "Na dann, gute Nacht!", die bedeutet, dass etwas fehlgeschlagen ist, man eine Katastrophe erwartet oder eine eingetreten ist. Der freundliche Gruß vor dem Zubettgehen wird hier umgedeutet ins Schlimme, mit dem die Nacht ja auch sehr häufig verknüpft wird. Gleichzeitig bestimmte die Nacht bis zur Einführung der allgemeinen Beleuchtung das Ende fast jeder Tätigkeit. Man konnte also buchstäblich "nichts mehr machen". Gerade weil der Gruß aber so üblich war im Freundes- und Familienkreis, ergänzte man den Stoßseufzer gern mit einem Namen. Unter denen bot sich "Marie" an, weil sie die bedeutendste und volkstümlichste Schutzheilige war, die in zahllosen Stoßseufzern schon vorkam. Außerdem hießen Dienstmädchen in Theaterstücken geradezu notorisch Marie, was eine witzige Note hineinbringen konnte. Es gibt aber auch weitere Varianten wie "Gute Nacht, Johanna", "Gute Nacht, Alwine", "Gute Nacht, Matthes". Dem Volksmund war das immer noch nicht genug, und so fügte man der Feststellung, dass alles zu spät sei, noch eine Situation an, die für Verlust und Katastrophe stehen konnte: "das Geld liegt auf der Fensterbank". Der Witz besteht natürlich darin, dass dieser Ort für die Aufbewahrung der Ersparnisse der unsicherste überhaupt ist, mit dem sichersten aber, der Bank nämlich, ein Wortbestandteil gemeinsam hat. Auf der Fensterbank kriegt das Geld schnell Beine. Das Scherzhafte der Redensart nun nimmt der schlimmen Situation ihre Bedrohlichkeit und ihren Ernst. Dafür spricht auch, dass eine Cabaret-Formation sich "Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie" nennt. Eine ganz andere Deutung erreicht mich durch die Hörer Ulrich B. aus Kiel, Holger R. und Antje R. die die Wendung als Abschiedsgruß eines Mannes / Soldaten bewerten, der von einer Frau nach dem Beischlaf unter Hinweis auf das zurückgelassene Geld scheidet, was allerdings auch eine nachträgliche Interpretation sein könnte. Heiner R. aus Hamburg dagegen interpretiert "Marie" als "Geld" und das ganze als eine verdoppelnde Wendung, die sich auf verlorenes Geld beziehe. Es herrscht in diesem Punkt offenbar noch Forschungsbedarf.

Salim312

Meine verstorbene Tante sagte, dass es der Abschied von einer Prostituierten war! Man sagt es zum Beispiel, wenn einer gähnt! starpath

DannyDoux

"Vermutlich eine Abschiedsäußerung des Mannes nach dem Geschlechtsverkehr" (Zitat ;)

Mikomplice

Gibt es bei uns in Westfalen auch. Soll wo die Verabschiedung von einer Prostituierten sein.

PJ763

Vielleicht ist das so ähnlich wie due zahnfee

kinghuang98

ich komme aus Norddeutschland und kenn den Spruch nicht

Vala511

oO hab ich nochnie gehört obwohl ich in nord-west deutschland lebe

KiraSandra1985

Das war bestimmt das Geld, damit Marie am nächsten Tag einkaufen gehen konnte.

IneedHelpOver90

Wann sagt man das?

Ahnungsloses

Denk mal scharf nach. Wem könnte Mann denn eine gute Nacht wünschen, Geld auf die Fensterbank legen und gehenß Na, dämmert es?

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