Ausbildung
Hellomyname
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Stimmt das: "Wenn man Pädagogik studiert hat, kann man Jugend-oder Kinderpsychotherapeut werden?" Natürlich muss man erst eine Ausbildung zum Psychotherapeuten machen http://www.therapie.de/psyche/info/ausbildung/uebersicht/psychologischer-pt/ Aber stimmt das denn wirklich??Weil das wäre ziemlich unfair, wenn jemand der ein gutes Abi gemacht hat und dann Psychologie studiert hat, im Prinzip das selbe ausüben kann. Einzige einschränkung:man kann kein Psychotherapeut für Erwachsene werden nur für Jugendliche und Kinder...Stimmt das alles??

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(7) Antworten
lisalovesniico

Das stimmt leider. Es handelt sich um eine Gesetzeslücke. Wer sich Psychotherapeut nennen will muss normalerweise Psychologie oder Medizin studiert haben und anschließend eine Zusatzausbildung zum Psychotherapeuten gemacht haben. Bedauerlicherweise gibt es aber für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten eine Ausnahmeregelung: diese können auch ohne Psychologie- oder Medizinstudium die Therapeutenfortbildugn machen, wenn sie vorher z. B. lediglich Sozialpädagogik studiert haben. Sozialpädagogik kann man auch ohne Allgemeine Hochschulreife an Fachhochschulen studieren, ein Universitätsbesuch ist nicht unbedingt notwendig. Vermutlich ist diese seltsame gesetzliche Ausnahme durch Lobbyarbeit zustande gekommen. Möglicherweise denkt vielleicht auch der eine oder andere Gesetzgeber: "Es sind ja nur Kinder... da muss man nicht soviel Aufwand treiben." In meinen Augen handelt es sich um einen Skandal.

Tomi1100

ich weiß es nicht. aber es würde mich nicht wundern, wenn das ginge. möglich ist ja heute vieles. so viele querverbindungen in den ausbildungen etc. aber ehrlich egsagt, fände ich das nur teilweise logisch. denn pädagogik hat zwar auch einen kleinen psychoteil. aber psychologen haben das schon sehr tiefgehend. die verbindung zum sozialpädagogen oder so fände ich logischer.

Schnubbiroth

Ich sehe das Ganze anders: Ich bin selbst Diplom-Pädagoge, jedoch ohne Ambition eine Weiterbildung im Bereich "Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie" zu starten. Dennoch sehe ich keinerlei Skandal darin, dass Pädagogen diesen Schritt gehen können. Ich glaube, dass viele ein falsches Bild vom Psychologie-Studium haben. Ich selbst hatte einen großen Teil psychologischer Vorlesungen und in keiner davon ging es um Themen, die etwas mit Therapie zu tun haben. Auch Freunde von mir, die Psychologie studiert haben und mittlerweile eine Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten machen, bestätigen mir, dass es zwischen Studium um Therapie-Ausbildung kaum Verbindung gibt. Ein Psychologie-Studium ist eben oft ein naturwissenschaftliches Studium, in dem der Mensch an zweiter Stelle und die Theorie und die Methoden an erster Stelle stehen. Das ist bei einem Pädagogik-Studium anders. Ich bin großer Verfechter der Möglichkeit, dass Pädagogen eine entsprechende Ausbildung machen können. Warum auch nicht? Während dieser Weiterbildung wird Pädagogen und Psychologen VON ANFANG AN das gleiche Handwerkszeug vermittelt... Das heißt, dass beide mit der gleichen Ausbildung beschäftigt sind. Eine weitere Freundin ist "sogar nur" Lehramtsstudentin und hat in Berlin Ihre Ausbildung zur KJP angefangen. Ich finde es gut, da Sie eben nicht so "verkopft" ist, wie viele Psychologen.

suchender1

gemein gesagt:für den studierenden ist das sehr praktisch. aber wie ihr schon gesagt habt, ist das wirklich ein skandal.vor allem kinder sollten mit vorsicht behandelt werden.Aber sowas ist echt blöd. Noch schlimmer finde ich, dass man dafür nicht mal die Universität besuchen muss ...

bliiblaabluuub

Ist schon uralt, aber da kaum hilfreiche Antworten mit Fakten dabei waren, möchte ich trotzdem kurz etwas dazu schreiben. Es gibt zwei verschiedene Arten der Psychotherapeutenausbildung in Deutschland. Es gibt den Psychologischen/ärztlichen Psychotherapeuten und den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (beides geschützte Ausbildungen). Für beide muss man Diplom oder Master studiert haben, erst dann darf man diese Ausbildungen beginnen. Zudem gibt es darunter jeweils unterschiedliche Richtungen, die sich auf die konkrete Vorgangsweise beziehen, z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse. Man lernt in diesen beiden Ausbildungen das Handwerkszeug, um die Techniken der jeweiligen Ausrichtungen beim Patienten anwenden zu können. Akademisiert ist man bereits, eben durch das vorangegangene Studium. So weit, so gut. Für den psychologischen/ärztlichen Psychotherapeuten, also auf Erwachsene spezialisiert, muss man Psychologie (mit Inhalten der klinischen Psychologie) oder Medizin studiert haben. Für den Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeuten muss Psychologie, Medizin, Pädagogik/Erziehungswissenschaft (Uni) oder Sozialpädagogik (FH) studiert werden. Insofern: Ja, es stimmt, dass man mit einem Pädagogikstudium eine Ausbildung zum KJP machen kann. Mit der neuen Reform, die ab Herbst gültig ist, wird sich sicher nochmal einiges ändern.

viktoria25601

therapeut ist keine geschuetzte berufsbezeichnung. also kann sich im prinzip jeder therapeut nennen-ist leider so. aber man sollte zumidest eine staatliche anerkennung haben, die bekommt man nur durch ein diplomstudium (psychologie) oder ein paedagokikstudium mit zusatzausbildung.

duesseldorfman

man muß einmal mit Sicherheit ein Kinder -Psychologie Studium haben....ein Pädagoge lehrt die KInder,....ein Psychotherapeut macht was ganz anderes...

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